„Familienfreudiger Landkreis Kronach“ braucht Spürnasen und Mitstreiter
Kronach- „Kronach soll mehr als familienfreundlich sein, nämlich familienfreudig.“ Der Vorsitzende von Kronach Creativ Rainer Kober zeigte sich am Dienstag überwältigt von dem in dieser Form sicherlich nicht zu erwartenden Zuspruch, das dem Bündnisplenum „Familienfreudiger Landkreis Kronach“ mit dem thematischen Schwerpunkt „Familienportal im Landkreis“ zuteil wurde. Schier aus allen Nähten zu platzen schien der Sitzungssaal des Landratsamtes Kronach, in dem zahlreiche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen kreisangehöriger Gemeinden, Vertreter des Kreisausschussess und -tages, von Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Initiativen für Gemeinden, aber auch Unternehmen und Einzelpersonen zusammengekommen waren, um ihre Solidarität und Mithilfe bei den ehrgeizigen Zielen des „Lokalen Bündnisses für Familie – Familienfreudiger Landkreis Kronach - zu bekunden.
Der besondere Gruß des Vorsitzenden galt Landrat Oswald Marr, Antje Bauer seitens der Oberfrankenstiftung, Gerd Brünig von der Agentur VorSicht sowie seinen Kollegen und Kolleginnen der Vorstandschaft beziehungsweise der Steuerungsgruppe Familie. Laut Landrat Oswald Marr bedürfe es - nach dem Motto „Habe viel Gutes und mache es bekannt“ - Spürnasen, um die im Landkreis Kronach zahlreich vorhandenen Schätze zu heben und herauszustellen. Zweifelsohne solche Spürnasen seien Rainer Kober und seine Mitstreiter, denen er für ihren herausragenden Einsatz und ihre Ideenvielfalt dankte. Einen ersten Einblick in die Schätze des Landkreises gab der Sketsch „Kronach leuchtet uns heim“, in dem eine erfolgreiche Marketingkauffrau (Jutta Dietzel) ihren Angetrauten (Helmut Schiffner) - seines Zeichens Diplom-Ingenieur - davon überzeugte, der Stadt München den Rücken zu kehren und ins geliebte Kronach zurückzukehren.
Wie der Vorsitzende ausführte, sei es ein lang ersehnter Wunsch der Bündnismitglieder, alle Angebote der Region im Bereich Familie zu erfassen und miteinander in einem Familien-Internetportal für den Landkreis Kronach zu vernetzen. Dabei sollen gemeinsam Ressourcen gebündelt, noch mehr Ideen zu familienfreundlichen Initiativen und Projekten entwickelt und in ihrer Umsetzung begleitet sowie vor Ort bessere Bedingungen für Familien durch soziale Netzwerke und Nutzung von Synergieeffekten geschaffen werden. Präsentiert wurde das Konzept und Layout des Portals von Gerd Brünig von der Agentur VorSicht sowie Claudia Ringhoff von der Steuerungsgruppe Familie. Wie diese berichtete, sei Kronach Modell-Landkreis in der Entwicklung des Portals auf oberfränkischer Ebene, was eine große Chance, aber auch immense Herausforderung darstelle. Das derzeit noch namenlose Portal solle einerseits eine Übersicht und Vernetzung von Vorhandenem darstellen, gleichzeitig aber auch ein Marketinginstrument nach innen und außen sein. Die Konzeptidee liege in der Familienfreudigkeit. So seien Familien die vitalste überlebensfähigste Gesellschaftsform, in der Prinzipien - wie Verantwortung füreinander und Wertschätzung jedes einzelnen Mitgliedes, Aushandlung aller Konflikte sowie spür- und sichtbar gelebte Nähe - vorherrschten. Das Portal solle diese Freudigkeit und Kraft der Familienidee herausstellen, Mut geben zur Eigeninitiative und Lust machen auf die Region. Besonderen Wert habe man auf Authentizität gelegt - somit auf O-Tönen aus der Region, „ungeschminkte“ Bilder und Insider-Tipps. Einzigartig sei ebenso das „Lotsen-Konzept“ mit Ansprechpartnern, die mit Rat und Tat zur Seite ständen. Auch Gerd Brünig betonte, dass es sich hierbei um kein Standard-Portal handele, sondern dieses eine absolute Vorreiterstellung einnehme. Ab sofort ginge die Anmeldeseite www.Familienportal-Oberfranken.de online, die Infos für die ersten Schritte aufzeige. Demnächst angedacht seien unter anderem der Import landkreisweiter Daten beziehungsweise für den Bezirk Oberfanken, der Einsatz erster Werbemittel sowie die Online-Befüllung ab dem 30.06.2010. Bei der sich anschließenden Diskussionsrunde brannten den Anwesenden insbesondere Fragen zu Einstellungen und Pflege von Daten sowie vorhandenen Sicherheitsstrukturen unter den Nägeln. Rege beteiligten sich diese auch an der offenen Gesprächsrunde zum Thema „Schätze im Landkreis“, wobei man für jeden gefundenen „Schatz“ mit einer kleinen kulinarischen „Schatzkugel“ belohnt wurde. In thematischen Untergruppen wurden Besonderheiten in den Gemeinden, sozialen Einrichtungen, in Freizeit und Kultur sowie für Zuziehende beziehungsweise Rückkehrer herausgestellt. Der Arbeitskreis „Gemeinde“ unter Leitung von Rainer Kober dachte dabei an, bereits in den Kommunen vorhandene Ausschüsse zu nutzen oder engagierte Einzelpersonen zu aktivieren, um Bestehendes - vom Seniorenclub bis hin zum Stammtisch - vorzustellen. Christian Behner und sein Team „Soziales“ warfen insbesondere Schlagwörter wie VHS-Kurse für Senioren, den Girlsday oder die Stadtoase in den Raum, während Roland Beierwaltes und seine Mitstreiter für „Zuziehende und Rückkehrer“ eine Eingabe von Karriere-Chancen und Jobangeboten, der Verkehrsnetzwerkstruktur bis hin zu Schulen und Bildungseinrichtungen in das Portal vorschlugen. Bürgermeister Hans Pietz und sein Team widmeten sich dem umfangreichen Freizeit- und Kulturangebot im Landkreis. Hierbei könne die Auskunft vorrangig über die Gemeinden erfolgen, da diese den besten Überblick über Vereine und ehrenamtliche Aktivitäten hätten. Alle gewonnenen Erkenntnisse werden noch ausgiebig behandelt und zusammengetragen. Abschließend bedankte sich der Vorsitzende für das hervorragende Feedback und die konstruktive Zusammenarbeit aller Anwesenden, die er weiterhin um tatkräftige Unterstützung bat, um aus Kronach einen Modell-Landkreis werden zu lassen.
Für die musikalische Umrahmung des Plenums zeichnete die - von Rainer Lohr gele
itete -Seniorenband des Kronacher Mehrgenerationenhauses mit wunderbaren Heimatliedern verantwortlich. Die Verpflegung der Gäste lag in Händen der Schülerfirma der Maximilian-von-Welsch-Realschule Kronach, die mit ihrer Lehrerin Jutta Dietzel ein köstliches Kuchenbüffet gezaubert hatte. hs
Bilderbeschreibung: 0052: Die MGH-Seniorenband, 0056: Helmut Schiffner und Jutta Dietzel beim Sketsch „Kronach leuchtet uns heim“, 0061: Claudia Ringhoff belohnte jeden Schatzsucher mit einer Schatzkugel, 0063: Der Arbeitskreis „Freizeit und Kultur“ mit Bürgermeister Hans Pietz, 0067: Der Arbeitskreis „Soziales“ mit Christian Behner, 0069: Der Arbeitskreis „Gemeinde“ mit Rainer Kober, 0077: Roland Beierwaltes stellte die Ergebnisse des Arbeitskreises „Zuziehende und Rückkehrer“ vor